Flora
Flora und Fauna eines Landes ergeben sich sowohl aus dessen klimatischen Verhältnissen wie auch bedingt durch die geographischen Bedingungen. Gerade Afrika ist als Kontinent sehr vielfältig und somit in seiner Flora und Fauna sehr reichhaltig und von daher auch sehr interessant für europäische Reisende.
Madagaskar war als Insel vor dem Eintreffen der ersten Siedler vermutlich eine fast komplett bewaldete Insel, wie auch aus Vermutungen von Historikern hervorgeht. In den Regionen nahe den Küsten sind tropischen Tieflandregenwälder üblich. Allerdings sind von den ursprünglichen Regenwäldern heute nur noch etwa vier Prozent erhalten. Heute sind auf der Masoala-Halbinsel noch die größten zusammenhängenden Regenwaldflächen zu finden. Von Osten Madagaskars in Richtung Westen geht der noch vorhandene Regenwald dann nach und nach in die Feuchtsavanne über, bis das Land schließlich in der Trocken- und abschließend der Dornsavanne im Westen des Landes endet.
Inzwischen sind rund 90 Prozent der Insel Madagaskar von Steppenlandschaft bedeckt. Zahlreiche Versuche der Wiederaufforstung sind im Sande verlaufen und insgesamt erfolglos geblieben. Auch die natürliche Rekultivierung der zahlreichen Brachflächen des Landes findet praktisch überhaupt nicht statt. Nicht zuletzt ist daran wohl auch die trotz gesetzlicher Verbote vorgenommene Rodung der Savanne durch Abbrennen schuld. Dieses Abbrennen wird durch die Viehhirten durchgeführt. Aus diesem Grund ist inzwischen in weiten Gebieten des Landes eine verarmte Steppe aufzufinden, die zwar insgesamt resistente, aber ansonsten nährstoffarme Gräser aufweist, zum Beispiel das Artistidia spp. Diese Situation wirkt sich natürlich auch auf die Fauna des Landes maßgeblich aus.