Drogenproblematik
Drogen sind ein weltweites Problem und kein Land der Welt kann behaupten, in diesem Bereich keinerlei Probleme zu haben. Allerdings ist der Umgang mit der Drogenproblematik in den unterschiedlichen Ländern sehr voneinander abweichend. Während in Europa generell liberal mit der Drogenproblematik umgegangen wird, ist dies in Afrika teilweise ganz anders.
In Afrika, also auch in Madagaskar, war gerade Marihuana lange Zeit ein wichtiges Tauschmittel, das als Währung absolut toleriert war. Mit der Kolonialisierung wurden diese Tauschgeschäfte mit Drogen aber beendet. Drogen, also auch Marihuana, gelangten auf die Liste der verbotenen Substanzen und bis heute werden Drogenvergehen jeder Art sehr hart bestraft.
Die bei uns gängige Variante der Unterscheidung in harte und weiche Drogen sowie die bei der Rechtsprechung übliche Vorgehensweise, in Drogenbesitz, Eigenbedarf und Drogenhandel zu unterteilen, ist in Madagaskar unbekannt: Dort ist Drogenbesitz grundsätzlich verboten. Unabhängig von der Menge an Drogen, mit der jemand in Madagaskar erwischt wird, ist mit einer harten Bestrafung zu rechnen. Und während in Europa häufig bei Erstvergehen noch milde Strafmaße angesetzt werden, kann ein Drogenbesitzer in Madagaskar sofort beim ersten Vergehen mit harten Geld- oder sogar Gefängnisstrafen rechnen.
Weiterhin sollte beim Kontakt mit Drogen in Madagaskar berücksichtigt werden, dass auch Reisende nach madagassischem Gesetz abgeurteilt werden und die Behörden Europas nur begrenzten Einfluss nehmen können. Weiterhin sind die Gefängnisbedingungen in afrikanischen Ländern sehr abweichend von unseren Bedingungen und allein aus diesem Grunde sollte beim Aufenthalt in Madagaskar absolut gelten, dass Drogenkontakt jeglicher Art tabu ist.